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Search for extraterrestrial Life

Die Seti-Forscher suchen den Sternenhimmel mittels Radioteleskopen nach Signalen ausserirdischer Zivilisationen ab .Sie verwenden dabei am häufigsten die Frequenz 1,42 Gigahertz,da sie glauben,dass diese Frequenz allen ,möglicherweise existierenden,technisch fortgeschrittenen Zivilisationen bekannt sein müsste.

Das Seti-Projekt wurde 1959 von Guiseppe COCCONI und Philip MORRISON ins Leben gerufen.
Leiter des ersten Projekts (Projekt OZMA) und bedeutender Wegbereiter war Frank D.DRAKE.

Bis heute wurde noch kein unwiderlegbarer Beweis für die Existenz einer ausserirdischen Intelligenz erbracht (auch wenn schon unidentifizierte,sich jedoch nicht mehr wiederholende Signale empfangen wurden,die sich nicht durch statisches Rauschen erklären lassen).

Das FERMI-PARADOXON
Skeptiker des Seti-Projekts berufen sich häufig auf das Fermi-Paradoxon (Enrico Fermi 1901-1954,italienischer Physiker).
Einer der derzeit führenden Spezialisten auf diesem Gebiet,Paul Horowitz von der Harvard-Universität in Cambridge,vermutet,dass innerhalb einer Entfernung von 1000 Lichtjahren von der Erde (in diesem Volumen gibt es etwa eine Million sonnenähnlicher Sterne) wenigstens eine Zivilisation existiert,die sich durch Radiosignale verraten müsste -das macht 1000 Zivilisationen in unserer Galaxis.Wenn dann noch diese Kulturen eine relativ kurze Lebensdauer haben (im Vergleich zu der Milchstrasse,deren Alter auf ungefähr 12 Milliarden Jahre geschätzt wird) ,dann müssen auch schon viele von ihnen untergegangen sein.Rechnet man mit einer Lebensdauer von 1000 Jahren im Durchschnitt, so müsste es,statistisch gesehen, 12 Milliarden technologisch hoch entwickelte Zivilisationen gegeben haben,
damit heute tausend von ihnen existieren (auch wenn man die Lebensdauer durch andere,plausible Zahlen ersetzt,kommt man auf eine ähnlich grosse Gesamtzahl).
Nun ist es jedoch so,dass wir bisher keinen Beweis der Existenz einer solchen Zivilisation erhalten haben,keine dieser Zivilisationen hat sich in der Galaxis ausgebreitet und es liegen weder physische Relikte,noch chemische Spuren eines Besuchs Ausserirdischer auf unserem Planeten vor (auch im Falle wo,wie einige Wissenschaftler mutmassen,einen fremde Intelligenz das Leben auf der Erde gesät hätte,wären wir seitdem allein gelassen worden).

Für diesen Mangel an Signalen gibt es einige Möglichkeiten:
°interstellare Raumfahrt ist technisch nicht möglich
°interstellare Raumfahrt ist zwar technisch möglich,aber die Ausserirdischen nutzen sie nicht
°Ausserirdische bereisen zwar die Galaxis,sind aber bisher nicht bei uns erschienen
°Ausserirdische waren oder sind in der Nähe der Erde,wollen aber nicht mit uns in Kontakt
treten.

Die erste und die dritte Möglichkeit können wir sofort ausschliessen.
Viele Seti-Forscher, und andere,die von einer weiten Verbreitung von Zivilisationen in der Galaxis überzeugt sind,weichen den Konsequenzen des Fermi-Paradoxons aus,indem sie die die zweite oder vierte Möglichkeit in Betracht ziehen,d.h.die Lösung des Paradoxons im Verhalten der Ausserirdischen suchen.
So könnte es z.B. eine starke Tendenz zur Selbstzersörung,ein verbreitetes Desinteresse an der galaktischen Kolonisierung oder einen strengen ethischen Codex zum Schutz primitiver Lebensformen bei ihnen geben.

Doch es gibt dabei ein grundsätzliches Problem: Diese soziologischen Betrachtungen sind nur dann plausibel,wenn die Anzahl von Zivilisationen klein ist.Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit gross,dass zumindest eine dieser Zivilisationen aus der Reihe tanzt und sich doch entschliesst,die Galaxis zu kolonisieren.Und in der Tat,die einzige Zivilisation,über deren Verhalten wir etwas Konkretes wissen,nämlich unsere eigene,hat sich bisher nicht selbst zerstört,zeigt alle Anzeichen von Expansionsdrang und geht nicht gerade behutsam mit anderen Lebensformen um.

So könnte es sein,dass wir uns mit dem Gedanken vertraut machen mssen,die am weitesten fortgeschrittene Zivilisation in der Galaxis zu sein.

Allerdings reden wir hier auch nur von unserer Milchstrasse,das Fermi-Paradoxon umspannt nicht das gesamte Universum-und auch,wenn es tatsächlich nirgendwo eine genauso intelligent,oder wenn nicht noch intelligentere Spezies als uns geben sollte,dann heisst das noch lange nicht dass es kein Leben im Universum gibt…


Quellen . Spektrum der Wissenschaft,November 2000
www.lifeintheuniverse.org